23. Januar 2011 cbw

CUT & MIX. 04.02. – 27.03.11

Kulturelle Aneignung und künstlerische Behauptung: Zeitgenössische Kunst aus Peru und Chile

„Wo ist mein Platz?“ fragt sich in ihren Arbeiten nicht nur die in Lima geborene Künstlerin Sandra Nakamura, deren Vorfahren wie viele andere einst aus China und Japan nach Peru ausgewandert sind. Mit Fragen nach Identität und Herkunft – wie zeichnet beispielsweise ein peruanisch-kolumbianisches Künstlerpaar ein Bild von Amerika? – beschäftigt sich die ifa-Ausstellung „Cut & Mix“ vom 4. Februar bis zum 27. März in der ifa-Galerie Berlin.

Cut & Mix ist nach Another Country l Eine andere Welt die zweite Ausstellung in der Reihe Kulturtransfers. Sie zeigt Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern aus Santiago de Chile und Lima. Im Mittelpunkt der von Eva-Christina Meier kuratierten Ausstellung steht nicht primär die südamerikanische Herkunft der Arbeiten,  sondern eine bestimmte Haltung und künstlerische Methode. Die präsentierten Installationen, Skulpturen, Zeichnungen und Videos kombinieren selbstverständlich unterschiedliche kulturelle Kontexte und Disziplinen miteinander. Dieser produktive Umgang der bildenden Kunst mit „fremdem“ Material ist in vielen Aspekten beispielhaft im Zusammenhang mit einer Diskussion über Möglichkeiten kulturellen Austauschs.

Im Rahmen der Ausstellung findet am 04. Februar eine Ausstellungsführung um 17 Uhr statt sowie am 17. Februar ein Vortrag (19 Uhr) im Ibero-Amerikanischen Institut Die Verknüpfung der Welt – Zeitgenössische Kunst aus Lima und Santiago de Chile.

Ausstellungsort:
Ifa-Galerie Berlin
Linienstrasse 139/140
D-10115 Berlin

Vortragsort 17.02.11:
Ibero-Amerikanisches Institut
Simón-Bolívar-Saal
Potsdamer Straße 37
D-10785 Berlin